Tarifwechsel

Ein Tarifwechsel kann in zwei verschiedenen Richtungen erfolgen, leistungserhöhend oder leistungsmindernd.

Möchte man seinen Leistungsumfang erhöhen, hat der Versicherer das Recht, dafür eine Risikoprüfung zu verlangen. Er kann gegebenenfalls einen Risikozuschlag oder einen Leistungsausschluss vereinbaren oder den Erhöhungsantrag ablehnen.

Darüber hinaus kann er für die Leistungserhöhung eine Wartezeit verlangen. Hat man einen so genannten Optionstarif vereinbart, entfällt zu bestimmten Terminen die Risikoprüfung und alle damit eventuell verbundenen Einschränkungen sowie die Wartezeit (siehe auch: Optionstarif)./p>

Um den Leistungsumfang seines Vertrages zu mindern, genügt in der Regel eine einfache Willenserklärung.

Handelt es sich aber um einen Tarifwechsel (von einem alten und teuren Tarif in einen modernen und preiswerteren), kann es auch geschehen, dass es durch den Tarifwechsel zu Leistungssteigerungen kommt. Für diese kann der Versicherer eine Risikoprüfung verlangen, obwohl es vielleicht nur ganz bestimmte Leistungsmerkmale betrifft. Beispiel: Im neuen Tarif wird nicht mehr zwischen Ein- und Zweibettzimmer unterschieden, während im alten Tarif nur ein Zweibettzimmer versichert war.

In diesem konkreten Fall darf der Versicherer nur für das Einbettzimmer eine Risikoprüfung vornehmen und gegebenenfalls auch nur dafür einen Risikozuschlag verlangen.

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