Politik und Krankenversicherung

Immer wieder bemüht sich die Politik um kostendämpfende Maßnahmen im Gesundheitswesen. Zahlreiche Gesundheitsreformen haben wir im Laufe der Zeit miterleben dürfen und immer brachten sie eines: Weniger Leistung.

Häufig begleitet durch das Ankündigen, dass der Beitragssatz dadurch stabil bleibe. Des öfteren aber auch bei gleichzeitiger Verteuerung der Beiträge, mit der Begründung, anders die gestiegenen und weiter steigenden Leistungsausgaben nicht in den Griff zu bekommen.

Doch immer zu Lasten von Patienten und Beitragszahlern und häufig vereinen wir diese beiden Eigenschaften in uns.
Irgendwie gewinnt man den Eindruck, dass die Politiker keinerlei Interesse dafür aufbringen, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen für uns haben. Angesichts dieses Eindrucks fragt man sich, ob Politiker gar nicht zu der Gruppe der Patienten und Beitragszahler gehören und sie deshalb auch nicht von der eigenen Entscheidung betroffen sind?

Wie sind eigentlich unsere Politiker krankenversichert? Recherchiert man hier ein bisschen stößt man auf folgenden Sachverhalt:

Bundestagsabgeordnete, also die Gruppe von Politikern, die letztlich Regierung und Opposition stellen können zwischen zwei Arten der Krankenversicherung wählen:

1. sie können Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sein, wobei der Staat sich zur Hälfte am Beitrag beteiligt, ähnlich einer Arbeitgeber- Arbeitnehmer-Regelung, oder
2. sie sind beihilfeberechtigt, was einem Beamtenverhältnis gleichkommt. Bei dieser Regelung werden 50% der medizinischen Behandlungskosten vom Dienstherrn, im Falle der Bundestagsabgeordneten also vom Staat übernommen und der Abgeordnete benötigt nur eine 50%ige Ergänzungsversicherung eines privaten Krankenversicherers.

Die Mehrzahl unserer Volksvertreter in Berlin, lt. Bundestag sind es 370 der 617 Abgeordneten, hat sich für die Beihilfe entschieden. Bietet sie ja auch einen erheblich besseren Versorgungsumfang und mit Sicherheit auch eine sehr viel preiswertere Versicherungslösung. Im Jahr 2006 wurden lt. Bundestag rund 5,7 Millionen Euro für die medizinische Versorgung der Abgeordneten ausgegeben.

Diesem Ergebnis zu Folge kann man feststellen: Politiker sind auch Patienten und Beitragszahler. Allerdings bezahlt der überwiegende Teil einen verhältnismäßig geringen Beitrag und hat im Krankheitsfall doch einen sehr viel umfassenderen Leistungsanspruch, als knapp 90% der Bevölkerung. Sie sind also nur am Rande von den eigenen Entscheidungen betroffen.

Da überrascht es auch nicht weiter, dass die Bundesgesundheitsministerin, Frau Ulla Schmidt selbst beihilfeberechtigt und damit zur Hälfte privat versichert ist.

Vorteile einer privaten Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung ist für Selbstständige oder auch Beamte geeignet. Es muss bei dieser ein gewisses Einkommen erzielt werden, um von dieser Versicherung profitieren zu können. Natürlich gibt es viele klare Vorteile bei der privaten Krankenversicherung. Alleine die ärztliche Behandlung kann klare Vorteile mit sich bringen. Einzelzimmer im Krankenhaus, Chefarzt Behandlungen oder sogar das nicht lange warten bei einem Facharzt. Es gibt viele verschiedene Faktoren, die bei dieser Versicherung eine wichtige Rolle spielen.

Kosten und Leistungen

Die Kosten und Leistungen sind je nach Anbieter allerdings verschieden. Hierbei kommt es auf die Wunschleistungen an, die der Versicherte erhalten möchte. Wie bei anderen Krankenversicherungen auch, gibt es in dem Bereich zahlreiche Zusatzleistungen, die man als Kunde buchen kann. Alleine die Behandlungen, die man bei einem Arzt bekommt, sind weitaus besser, als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Schließlich zahlen Personen in dieser Versicherung viel mehr ein, als in einer gesetzlichen Krankenkasse. Aufgrund dessen kann jeder dort von den Vorteilen profitieren und die besten Leistungen erhalten.

Die Vorteile im Überblick

Die Vorteile der privaten Krankenversicherung stehen daher eindeutig fest:

  • bessere Behandlung bei jedem Arzt
  • keine Wartezeiten
  • bessere medikamentöse Behandlung
  • Chefarzt Behandlungen
  • Einzel – oder Zweibettzimmer im Krankenhaus
  • steuerliche Vorteile

Es gibt demnach viele wichtige Faktoren, die in dem Bereich eine Rolle spielen. Wer demnach eine private Krankenversicherung abschließen möchte, sollte sich Gedanken um die Zusatzleistungen machen. Alleine Zusatzversicherungen für die Zähne oder die Augen spielen hierbei eine wichtige Rolle. Die Kosten lassen sich danach anhand der Gehaltsklasse und auch der Leistungen berechnen. Wer sich daher dahingehend beraten lassen möchte, sollte garantiert schauen, wie man die besten Leistungen erhalten kann. Es gibt schließlich auch Krankenversicherungen, die auch privat günstig sind, allerdings nur die Leistungen einer gesetzlichen Krankenkasse erfüllen.

Kündigung der privaten Krankenversicherung

Eine private Krankenversicherung kann man grundsätzlich ordentlich zum Ende eines Versicherungsjahres beenden. Die Kündigung muss schriftlich mit einer Frist von drei Monaten vor Ablauf des Versicherungsjahres erfolgen. Zu beachten gilt, dass das Versicherungsjahr ist nicht zwingend einem Kalenderjahres entsprechen muss.

Sollte der Anbieter seine Beträge durch eine Beitragsanpassung erhöhen, besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht. Der Vertrag kann zum Ende des Monats gekündigt werden, der dem Wirksamwerden der Erhöhung folgt.

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