Gesundheitsprüfung in der PKV

Um das medizinische Risiko einschätzen zu können, nimmt der Versicherer in der PKV eine Gesundheitsprüfung, oder auch Risikoprüfung vor. Erstmals erfolgt das durch die enthaltenen und vom Antragsteller zu beantwortenden Gesundheitsfragen im Antrag. Mit Unterschrift auf dem Antrag entbindet der Antragsteller die angegebenen Ärzte und Heilbehandler, Krankenhäuser und Vorversicherer von ihrer Schweigepflicht.

Damit hat der Versicherer die Möglichkeit weitergehende Informationen über den Gesundheitszustand des Antragstellers einzuholen. Sollte ein erhöhtes Risiko bestehen, so kann der Versicherer dem Antragsteller ein neues Angebot unterbreiten, zu dem es ihm möglich ist Versicherungsschutz zu bieten. In diesem Falle spricht man entweder von einem Risikozuschlag oder einem Leistungsausschluss, bzw. Leistungsverzicht. Kann der Versicherer aufgrund des medizinischen Risikos keinen Versicherungsschutz bieten, so hat er auch die Möglichkeit einen Antrag abzulehnen.

Sollte keine Vorversicherung bestanden haben, bzw. der Antragsteller einen oder mehrere Monate nicht krankenversichert gewesen sein, so verlangen die meisten Krankenversicherer eine ärztliche Untersuchung bei einem Allgemeinmediziner oder einem Internisten. Die Untersuchung wird anhand eines vom Versicherer zur Verfügung gestellten Vordrucks durchgeführt und die Kosten müssen vom Antragsteller getragen werden.

In jedem Fall sind die Gesundheitsfragen vollständig und wahrheitsgemäß zu beantworten, da ansonsten die Gefahr einer vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung besteht.

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