Wozu gibt es Optionstarife?

Um diese interessante Frage zu beantworten, muss man erst einmal in Erfahrung bringen, was ein Optionstarif eigentlich ist. Prinzipiell gibt es zwei Arten von so genannten Optionstarifen:

1.den Optionstarif im Rahmen einer Zusatzversicherung für GKV-Mitglieder und
2.die Option innerhalb der privaten Vollversicherung in einen Tarif mit höherem Leistungsumfang zu wechseln.

Die erste Variante des Optionstarifs richtet sich an Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung und deren Angehörige mit Anspruch auf Familienversicherung, die in nicht allzu ferner Zukunft in die Private Krankenversicherung wechseln wollen und aus der Versicherungspflicht ausscheiden. Maßgebend ist dabei, dass sie die Voraussetzungen für die Aufnahme in der PKV erfüllen.

Durch Abschluss eines Optionstarifs wird bereits im Vorfeld der Gesundheitszustands den zu Versichernden bewertet und bleibt während der Dauer des Optionstarifs erhalten, wobei innerhalb eines bestimmten Zeitfensters die Option auf Wechsel in einen Vollkostentarif ausgeübt werden muss, andernfalls der Wechsel in einen Ergänzungstarif möglich ist. Der Wechsel erfolgt dann ohne nochmalige Gesundheitsprüfung. Der Beitrag für den gesamten Optionstarif im Rahmen der Zusatzversicherung ist in der Regel preiswerter als der „Normaltarif“, da keine Alterungsrückstellungen gebildet werden.

Bei der zweiten Variante kann der Versicherungskunde ohne erneute Gesundheitsprüfung und innerhalb des bereits angesprochenen Zeitfensters in einen leistungsfähigeren Tarif wechseln. Die Wechselmöglichkeit in einen besseren Tarif hat man immer, allerdings kann der Versicherer eine neue Risikoprüfung verlangen und gegebenenfalls dem Wechsel nur gegen einen Risikozuschlag zustimmen. Diese Art von Option findet man bei den Einsteigertarifen der PKV. Sie sind preiswert und im Leistungsumfang etwas oberhalb der Kassenleistung angesiedelt.

Bei beiden Varianten ist die Option auf Wechsel nicht anderes als eine (kleine) Anwartschaftsversicherung. Der Vorteil für den Versicherungskunden ist eine Konservierung seines Gesundheitszustands über mehrere Jahre und damit auch eine Festschreibung der Bedingungen, zu denen ein Wechsel erfolgt.

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Ordentliche Kündigung

Unter einer ordentlichen Kündigung versteht man die fristgerechte Kündigung eines (Kranken-)Versicherungsvertrages. Sie muss spätestens drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres ausgesprochen werden.

Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, wobei zu beachten ist, dass das Versicherungsjahr nicht gezwungenermaßen auch dem Kalenderjahr entspricht. In den besonderen Bedingungen ist auch das Versicherungsjahr geregelt.

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Ombudsmann

Bei der Einrichtung Versicherungsombudsmann e. V. handelt es sich um einen im Jahr 2001 gegründeten Verein, zu dessen Mitgliedern über 260 Versicherungsgesellschaften gehören, die auf dem deutschen Markt tätig sind.

Die Aufgabe des Ombudsmann ist, die außergerichtliche Beilegung von Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Versicherungsgesellschaften. Seit kurzer Zeit gehört auch die Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Versicherungs-Vermittlern dazu.

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