Krankengeld für Selbstständige – neue Regeln

Seit dem 01.01.2009 gelten beim Krankengeld für freiwillig versicherte Selbstständige neue Regeln. Verantwortlich dafür ist die Einführung des Gesundheitsfonds. Es entfällt künftig die Möglichkeit, einen erhöhten Beitragssatz zu zahlen und dafür bereits ab dem 15. Krankheitstag Krankengeld zu beziehen.

Somit haben die Versicherten erst bei einer Arbeitsunfähigkeit ab dem 43. Tag einen Anspruch auf Bezug des Krankengelds. Alternativ bieten die Krankenkassen Wahltarife an, mit denen wie vorher der vorgezogene Krankengeldanspruch gesichert werden kann. Der Tarif muss aber für drei Jahre abgeschlossen werden. Eine Kündigungsmöglichkeit ist nur in Härtefällen vorgesehen.

Die Neuregelung betrifft hauptberuflich Selbstständige, Mitglieder der Künstlersozialkassen, Arbeiter mit einer vereinbarten Beschäftigungsdauer von weniger als zehn Wochen.

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Kündigung der privaten Krankenversicherung

Eine private Krankenversicherung kann man grundsätzlich ordentlich zum Ende eines Versicherungsjahres beenden. Die Kündigung muss schriftlich mit einer Frist von drei Monaten vor Ablauf des Versicherungsjahres erfolgen. Zu beachten gilt, dass das Versicherungsjahr ist nicht zwingend einem Kalenderjahres entsprechen muss.

Sollte der Anbieter seine Beträge durch eine Beitragsanpassung erhöhen, besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht. Der Vertrag kann zum Ende des Monats gekündigt werden, der dem Wirksamwerden der Erhöhung folgt.

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Krankenversicherung Künstlersozialkasse

Hauptberuflich selbständige Künstler und Publizisten sind in der Künstlersozialkasse versicherungspflichtig.

Aufgrund ihrer schwankenden und unregelmäßigen Einkommensverhältnisse nehmen sie gegenüber anderen Erwerbstätigen eine Sonderstellung ein. Um diesem Personenkreis einen Krankenversicherungsschutz und eine Altersversorgung zugänglich zu machen, wurde 1981 die Künstlersozialversicherung eingeführt.

Die Beitragszahlung erfolgt zur Hälfte durch den Künstler oder Publizisten. Die andere Hälfte wird durch die Künstlersozialabgabe von den so genannten Vermarktern sowie einem Bundeszuschuss erbracht.

Zu Vermarktern gehören diejenigen, die die künstlerischen oder publizistischen Erzeugnisse verwerten, wie z. B. Verlage, Galerien, Rundfunkanstalten und Theater.

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